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Heatball

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Heatball - der große Durchbruch

Die trickreichste Erfindung des Jahrzehnts

Erscheinungsdatum: 27 September 2010

 Quelle: Elektor.de

Heatball - der große Durchbruch

Man weiß zu Anfang wirklich nicht, was einem da angedreht werden soll, wenn man sich auf der Webseite www.heatball.de darüber klar zu werden versucht, was die hinter dieser Seite stehende DTG Trading GmbH aus Niederzier wohl für gemeine Spiele mit dem braven Leser treibt. Und überhaupt: Meinen die das wirklich ernst oder ist das bloß ein Internet-Hoax von vielen?

Auf der Webseite wird nämlich für einen so genannten Heatball (englisch für Heizball) geworben. Darunter versteht sich eine kleine birnenförmige, kombinierte Konvektions-IR-Heizung mit elektrischem Antrieb. Sie gibt es für wenig Geld auf nämlicher Webseite käuflich zu erwerben. Die 100-W-Ausführung kostet genau so viel wie die etwas „schwächere“ Variante mit nur 75 W. Genau € 1,69 sind zu berappen, wenn man sich eine dieser doch recht preiswerten Elektroheizungen zulegen will.
Angesichts dessen, dass die Firma ihre Produkte mit dem enormen Wirkungsgrad von gut 95% bewirbt (ein Teil der restlichen 5% geht durch Fenster verloren), ist der Preis doch ein Schnäppchen, oder etwa nicht? Erst recht, wenn man bedenkt, dass man zum Betrieb dieser Kleinheizungsanlagen nicht mal eine Steckdose benötigt. Alle Heatballs kommen hypermodern ganz ohne Anschlusskabel oder ähnlich unbequeme Technik daher. Man braucht so etwas nicht, denn man kann den Heatball einfach in eine leere Lampenfassung schrauben, da alle Heatballs bequemerweise mit einem E-27-Gewinde und passenden Kontakten ausgestattet sind...

Spätestens an dieser Stelle dürfte klar sein, auf welchen Geniestreich die DTG gekommen ist. Da werden doch handelsübliche Glühbirnen frech umgelabelt und als Heizung verscherbelt. Und auf diese Weise wird äußerst pfiffig das bestehende Glühlampenverbot in der EU umgangen.  Nach den 100-Watt-Glühbirnen sind seit diesem September ja auch die glühenden 75-Watt-Leuchtmittel verboten. Bis spätestens 2012 soll es gar kein „Edison Electric Light“ mehr geben. Der Sinn dieser Entscheidung der EU-Bürokratie ist dabei durchaus diskussionswürdig, vor allem wenn man den CO2-Emission der Leuchtmittelproduktion berücksichtigt. Aber wie dem auch sei: Heizungen fallen nicht unters Glühlampenverbot und die DTG zeigt der Bürokratie eine lange Nase.

Dass die Angelegenheit vermutlich kein billiger Dreh und keine bloße Verkaufsmasche ist, dürfte klar sein, wenn man liest, dass die DTG € 0,30 pro bestellte Lampe – pardon: Heizung – an ein Projekt zum Schutz des Regenwalds abführt. Man kann der DTG wünschen, dass sie mit ihrem genialen Trick für genug Gesprächsstoff sorgt, damit die Frage des Sinns eines Glühlampenverbots noch einmal sachlich in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 18:58 Uhr  

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